Klimazonen und lokale Ressourcen

Die verschiedenen Klimazonen auf unserem Planeten erfordern spezielle Bauweisen und Bauarten. In heißen und trockenen Gegenden spielt die Wärmedämmung eine untergeordnete Rolle. Erdbeben gefährdete Gebiete benötigen einsturzsichere Konstruktionen. Polare Klimazonen wecken Bedarf an Wärme und Licht. Starke Winde erfordern eine hohe Stabilität und aerodynamische Konstruktionen.

  • Ein Betonbauwerk in Sibirien oder in der Sahara erfüllt ohne hohen Energieverbrauch technischer Anlagen nicht eine menschengerechte Nutzung.
  • Der Verbrauch synthetischer Dämmstoffe in Nordamerika hat die Nutzung von Energie fressenden Klimaanlagen zur Folge.

In den verschiedenen Klimazonen finden man jedoch die meisten Baumaterialien vor Ort als natürliche Rohstoffe. Es muss nicht europäisches oder Amerikanisches Holz verwendet werden, um derartige Konstruktionen aus Konstruktionsvollholz (KvH) herzustellen. Da der Bedarf an holzartigem Material gering ist für eine Grundkonstruktion und die Querschnitte der zum Einsatz benötigten Steher und Stütze klein, können fast überall auf der Erde solche oder ähnliche Bauweisen benutzt werden.

  • In der Mongolei finden sich Sträucher, Steppengras, Lehm, Kalke, Rinden, Tierhäute und Sande vor Ort.
  • Sibirien verfügt über endlose Wälder, Torfvorkommen, Kalk- und Lehmböden.
  • Im Kongo mangelt es nicht an Holz und Erden.
  • In Japan und Taiwan gibt es Wald, Gesteine und aus dem Meer Algen, Muschelkalk und Fische.
  • Im Jemen weist eine uralte Baukultur mit riesigen Lehmbauten auf gewisse Kenntnisse hin.
  • Die Spanier benötigen Erden zum Bauen gegen die Hitze.
  • Die Schotten können mit Feldsteinen außen der Feuchtigkeit in Innen mit Holz dem Klima standhalten.
  • Die Marokkaner verwenden Lehm und geringe Mengen Holz.
  • Die Mitteleuropäer und Nordamerikaner haben die größte Auswahl an Naturbaustoffen zu ihrer Verfügung. Gleichzeitig besitzen sie eine perfekte Infrastruktur und technische Mittel jeder Art.